November 2017

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
Hesekiel 37,27 (L)


St. Jakobi Kirche

Hettstedt



Eins der schönsten Gotteshäuser im Kirchenkreis ist, wie man wohl mit Recht behaupten kann, die spätgotisch, dreischiffige Hallenkirche St. Jakobi zu Hettstedt (Prof. Hermann Grössler 1893).


 Die Kirche

Die Schlusssteine des hochgotischen Chores
Sie prägt eindrucksvoll das Stadtbild. Der Bau wurde 1418 mit dem hochgotischen Chor begonnen und 1517 vollendet. Über dem Südportal finden wir folgende Innschrift: „Gegenwärtiges Werk des Heiligen Jakobus ist angefangen worden a.d. 1418.“
Ihre Innenausstattung ist geprägt durch die Zeit des Barock, da wohl der große Stadtbrand1697 alles gotische Inventar zerstörte.
Viele Generationen von Bürgern, Berg- und Hüttenleuten, haben den Bau geprägt.
Die große Renovierung von 1905 brachte das heutige Erscheinungsbild in der Farbgebung des Gewölbes und der Schlusssteine.

Der heilige Jakobus

Der heilige Jakobus
Der heilige Jakobus ist seit altersher der Stadtpatron
von Hettstedt und der St. Jakobi-Kirche.
Er ist der Heilige der Pilger, Reisenden und Handelsleute.
Die Bibel berichtet von ihm und die Legende erzählt,
dass er den christlichen Glauben nach Spanien brachte
und den Märtyrertod starb.
Noch heute sind viele Menschen
als Pilger auf seinen Spuren unterwegs.

Die Fenster

Die Fenster an St. Jakobi
Die Fenstergestaltung ist nach Vorgaben und Skizzen 1905 neu entstanden.
Im Südwestfenster wird Christi Kreuzigung dargestellt. Daneben das Weihnachts- und Osterfenster.
1999 konnten die Fenster mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert werden.
Die Fenster zeigen gotische Spitzbögen als Charakteristikum des gotischen Baustils.
(Hildebrandt Berlin- Köthen).

Der Milleniumsleuchter

Der Milleniumsleuchter
Der Milleniumsleuchter stellt als „modernes“ Kunstwerk die Verbindung der am Kirchbau beteiligten Generationen bis in die heutige Zeit dar. Seit der Osternacht 2000 trägt er die Osterkerze.
Er symbolisiert einen Fisch, das antike Erkennungszeichen der Christen.
In der Mitte befindet sich eine Weltkugel, das heißt: Jesus Christus bewahrt die ganze Welt.
Den Sockel bilden Wellenmuster, die an die Schöpfungsgeschichte erinnern:
„Der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ 1. Mose 1,2.
Das Werk stammt vom Steinbildhauer Tobias Jung.

Der Hauptaltar

Der Hauptaltar
Der Hauptaltar aus dem Jahre 1732 ist
ebenfalls im Barockstil gestaltet.
Der Altar zeigt uns in der Mitte Jesus,
über ihm Moses mit den zehn Geboten,
links von Jesus wohl Maria und rechts Martha. (Piäta).
Im Jahre 2005 konnte er restauriert werden.

Die Hettstedter Himmelskugel

Die Hettstedter Himmelskugel
Über dem Aufgang zur Kanzel (1587)
befindet sich die Hettstedter Himmelskugel.
In einer für Mitteleuropa einzigartigen
Darstellung ist auf ihr der Sternenhimmel
mit den Tierkreiszeichen dargestellt.
2004 wurden Kanzel und Himmelskugel restauriert.

 Die Orgel

Die Orgel an St. Jakobi zu Hettstedt Die Orgel der St. Jakobi-Kirche, eine Rühlmann-Orgel (1905),
wurde im Jahre 2002 restauriert.
Die barocke Pracht von Hildebrandts Orgelgehäuse
(Silbermann Schüler) stammt aus dem Jahre 1749
und ist uns aus der Zeit des Barock erhalten geblieben.
Das Wort „Jahwe“ (Gott) steht in hebräischer Schrift obenan.
Die heutige Orgel gehört zu den wertvollsten
Ausstattungsgegenständen unserer schönen Kirche
und ist wohl die größte des Meisters im Mansfelder Land.
Hörprobe der Orgel:
»vor der Restaurierung

»nach der Restaurierung

 Gottfried Berver

Pfarrer Gottfried Berver
Das Bild auf der südlich gelegenen Empore
stellt den Hettstedter Pfarrer Gottfried Berver
(geb.1668, gest. 1731) dar.
Er machte sich durch wohltätige Stiftungen
für Schule und Bildung um die Gemeinde verdient.

(Gestaltung durch den Künstler Enrico Höpfner 2001).

 Der Sippenaltar

Der Sippenaltar im spätgotischen Stil
Der Sippenaltar im spätgotischen Stil
erzählt die Weihnachtsgeschichte.
Aus der Wurzel Jesse entwickelt sich
der Lebensbaum der „Heiligen Sippe“.
Die Verbindung zwischen Alten-
und Neuen Testament ist sehr
kunstreich dargestellt. 
(um 1500)

 Lindenholzschnitzerei

die Beweinung Christi
Diese Lindenholzschnitzerei befindet sich
rechts neben dem Sippenaltar und
stellt die Beweinung Christi dar.
Ein aus der süddeutschen
Tradition stammendes Kleinod
(wahrscheinlich durch fahrende
Bergleute/Pilger mitgebracht).

(1. Viertel 16.Jh.)

 Die Pilgermuschel

Die Pilgermuschel aus dem 13. Jh.
Die Pilgermuschel aus dem 13. Jh.
Sie wurde bei archäologischen Ausgrabungen
an der Nordseite der Kirche auf dem historischen
Stadtfriedhof in einem Pilgergrab im Jahr 2007 gefunden.

(Gestaltung: Tobias Jung)

 Napian und Neuke

Napian und Neuke
Napian und Neuke
waren der Legende nach die ersten
Bergleute in Hettstedt
(barocke Darstellung eines
Hütten- und Bergmannes um 1700).

 Bronzebüste

Martin Luthers Bronzebüste
Martin Luthers Bronzebüste stammt
aus der Werkstatt von Gottfried Schadow.
Sie erinnert an den Reformator aus dem
Mansfelder Land.

(Lauchhammer 1887)


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